„2025: Internet für alle“ – Wie die G20 Länder die digitale Gesellschaft revolutionieren wollen

Sep 15, 2017
annt

„2025: Internet für alle“ – Wie die G20 Länder die digitale Gesellschaft revolutionieren wollen

Die in diesem Jahr erstmalig stattfindende G20-Digitalministerkonferenz hat sich ein großes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2025 will sie sicherstellen, dass jeder Mensch weltweit Zugang zum Internet besitzt. Damit würden sich weitreichende Veränderungen im sozialen und wirtschaftlichen Gefüge ergeben.

Entwicklungshilfe durch Digitalisierung 

Aktuell hat etwa die Hälfte der Menschheit keinen regelmäßigen Zugang zum Internet. Was sich im Kontext mit Hungersnöten und mangelnder Trinkwasserversorgung in den Ländern der dritten Welt zunächst trivial anhört, ist jedoch ein bedeutender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung von Armutsregionen. Studien zufolge ist der regelmäßige Zugang zum Internet eine grundlegende Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region – durch das Internet ergeben sich ganz neue Geschäfts- und Erwerbsmöglichkeiten. Der Zugang zu digitalen Märkten und Marktplätzen würde für zusätzliche 3,6 Milliarden Menschen geöffnet werden.

 

Digitalisierung der Welt

Digitalisierung der Welt

Facebook und Google treiben die Internetverbreitung voran

Natürlich haben Unternehmen wie Google und Facebook ein großes Interesse daran, dass diese Vision Wirklichkeit wird und unterstützen die Initiative sowohl finanziell als auch technologisch mit großzügigen Investments. Facebook will beispielsweise Solardrohnen einsetzen, um abgelegene Regionen Afrikas mit einer Internetverbindung zu versorgen. Im Gegenzug arbeitet Google in seinem „Loon Project“ daran, die Netzabdeckung mithilfe von riesigen Ballons zu verbessern, die in 20 km Höhe in der Atmosphäre schweben. Beide Projekte werden bereits in Probeflügen ausgiebig getestet und optimiert.

Digitale Bildung für die Gleichstellung von Mann und Frau

Ebenfalls durch die G20-Minister angestrebt werden einheitliche Standards für die Kommunikation im Internet sowie die lebenslange digitale Bildung. Männer und Frauen sollen gleichermaßen vom digitalen Wandel profitieren. Im Rahmen dieser Initiative sollen Schulen so ausgerüstet werden, dass Schülerinnen und Schüler früh Erfahrung mit digitalen Inhalten sammeln können. Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern werden zudem intensiv gefördert. Ein besonderes Augenmerk soll weiterhin auf den „Online-Verbraucherschutz“ gelegt werden. Alles in allem umfasst das Vorhaben der G20-Digitalminister also ein Paket an weitreichenden Änderungen – sowohl wirtschaftlich als auch sozial könnte hier ein positiver Trend geschaffen werden, der die Menschen global wieder näher zusammen rücken lässt. Wenn es denn tatsächlich so umgesetzt werden kann.

 

 

 

Quellen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/G20-Laender-streben-Internet-fuer-alle-bis-zum-Jahr-2025-an-3678270.html

http://www.trendsderzukunft.de/facebooks-internetdrohne-aquila-besteht-den-ersten-praxistest/2016/07/22/

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